21. Europäischer Verwaltungskongress 2016

Bereits zum einundzwanzigsten Mal findet, veranstaltet von der Hochschule Bremen und der Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen der Europäische Verwaltungs-kongress in Bremen statt.

Mitveranstalter in diesem Jahr ist wieder der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Kooperationspartner ist wiederum die KGSt.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Der 21. Europäische Verwaltungskongress beginnt am Donnerstag, dem 25.02.2016
um 9.30 Uhr, endet am 1. Tag mit dem Abendprogramm und beginnt am

2. Tag, dem 26.02.2016 um 8.30 bzw. 9.00 Uhr und endet gegen 13.00 Uhr.

 

Hinweis für auswärtige Gäste

Wegen weiterer Veranstaltungen in Bremen und der daraus resultierenden starken Nachfrage nach Hotelzimmern, wird dringend empfohlen, eventuelle Hotelbuchungen –

ob über die Kontingente oder direkt – so schnell wie möglich vorzunehmen.

Sollten Sie Probleme haben, ein Hotel zu buchen, sprechen Sie uns an.

Wir finden gemeinsam eine Lösung.


Der diesjährige Kongress beschäftigt sich mit dem Thema:
Vom Umbruch zum Aufbruch – gesellschaftlicher Wandel als Herausforderung für die Verwaltung

In vier Foren sollen dabei erneut die Anforderungen an eine zukunftsfähige Verwaltung erörtert werden:

Forum Personal

Sozialverträglicher Generationenwechsel

Ein sich stetig und schneller veränderndes Aufgabenspektrum und die demografischen Rahmenbedingungen erhöhen den Handlungsdruck für öffentliche Verwaltungen im Bereich des Personalmanagements. Besonders gefragt sind Führungskräfte, die nicht nur die Beschäftigten führen und motivieren sollen, sondern auch weitsichtig den Generationenwechsel in ihren Zuständigkeitsbereichen mit allen Facetten organisieren können. Eine sehr komplexe Aufgabe, die u. a. einen besonderen Fokus auf die Nachwuchskräfte legt. Gefragt ist aber auch eine Personalpolitik, die sich an allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern orientiert und sie stärker als bisher einbezieht. Dabei geht es z. B. auch um den Erhalt des Fachwissens. Kurzum, eine aktive und ganzheitliche Personalpolitik ist notwendig, damit Verwaltungen zukünftig ihr Aufgabenspektrum bewältigen können. Impulse dazu bieten die Vorträge im Forum Personal.



Forum Strategie und Steuerung

Vernetzung, Kooperation und interkommunale Zusammenarbeit – Grenzen der Leistungsfähigkeit überwinden?!                                                                                                     

Die Verwaltungen in Deutschland haben heute mit den Folgen der Dezentralisierungs- und Ausgliederungswelle der neunziger Jahre zu kämpfen. Gleichzeitig führen anhaltende Finanzknappheit und demographische Veränderungen im Personalkörper zu einer Erosion von Schlüsselkompetenzen in den Behörden.

Ohne erfolgreiche Organisationsprinzipien wie dezentrale Ressourcenverantwortung, einheitliche Ansprechpartner und Ko-Produktion mit der Zivilgesellschaft aufzugeben, stehen wir vor der Herausforderung immer komplexer werdende Fachaufgaben zu bewältigen, den Aufwand für unsere Leistungserstellung zu reduzieren und die Servicequalität zu steigern. Knapper werdende Ressourcen sind dabei in Verbindung mit Technologien, die eine Entörtlichung der Leistungserbringung ermöglichen eine Chance für bessere und effizientere Verwaltungsarbeit durch Kooperation und Vernetzung. Aber es gibt auch Risiken. Wenn auf dem Weg vom Leistungserbringer zum Leistungsersteller zu viel von der eigenen Steuerungskompetenz aufgegeben wird drohen Fehlsteuerungen, die nur mit einem teuren und aufwendigen Insourcing aufgefangen werden können.


Im Forum Strategie und Steuerung werden praktische Beispiele der administrativen Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Verwaltungsebenen vorgestellt: Von neuen Anreizen zur Nutzung interner Shared Services, über eine wechselseitige Spezialisierung benachbarter Landesverwaltungen, die Gründung einer länderübergreifenden IT-Anstalt bis hin zur Einschaltung privater Mittler zwischen Leistungsempfängern und Verwaltung. Dabei ziehen sich immer wieder kehrende Organisationsfragen durch alle Modelle: Wie kommen wir zu einer allseits akzeptierten Standardisierung der Leistungen, wie entwickelt sich Auftraggeber seitig eine kompetente Steuerung, wie werden neue Zuständigkeiten und räumliche Veränderungen akzeptiert, wie wird die Modernisierungsrendite gerecht aufgeteilt, usw. Sind unter Knappheitsbedingungen Kooperationen und interkommunale Zusammenarbeit das Organisationsmodell der Verwaltung der Zukunft?


Forum Egovernment

Totgesagte leben länger - ist E-Government wirklich out?

Immer öfter wird die Frage laut, ob „E-Government out“ sei - oder gar tot. Grund sind die sehr schleppende Verbreitung von De-Mail und die fast nicht vorhandene Nutzung vieler elektronischer Verwaltungsdienste. Kommunen haben kein Interesse mehr, für Wieder-auflagen dieser Projekte Geld auszugeben. Neue Projekte werden deshalb nur noch einzeln verfolgt. Im Ergebnis können Bürgerinnen und Bürger in Deutschland viel weniger elektronische Dienste wahrnehmen als Bürgerinnen und Bürger in anderen Ländern. Doch ist die Situation wirklich so aussichtslos? Gibt es nicht neue (und alte) Ansätze, die das Versprechen auf mehr Bürgerfreundlichkeit, schnellere Verfahren und vor allem Kosteneinsparungen einlösen können?


Das Forum stellt diese Fragen und versucht sie anhand ausgewählter Fallbeispiele zu beantworten. Ein besonderer Aspekt dabei ist, inwieweit private Anbieter einbezogen werden können. Im Bereich Flüchtlinge gibt es mehrere Initiativen, die wir einladen wollen.



Forum Sozialmanagement

Migration – Chance und Herausforderung für Kommunen

Kriege, Terrorismus, Naturkatastrophen, Wirtschaftskrisen und Armut scheinen Völkerwan-derungen auszulösen. Eine verheißungsvolle Zielregion auswandernder Menschen ist Europa, ist auch Deutschland.
Deutschland braucht Einwanderung, will es nicht in 30 Jahren ein geschrumpftes Land sein mit unbezahlbarem Sozialsystem, überaltert, arbeitskräftearm, innovationsarm.
Migration ist eine Medaille mit zwei Seiten für die Aufnehmenden: Willkommenskultur und Integration einerseits, aber auch Skepsis und  ggf. Ablehnung andererseits.

Kommunen, Landkreise, Gemeinden können und sollen von Einwanderern, von Flüchtlingen profitieren – menschlich, wirtschaftlich, kulturell.

Wie dies gelingen kann – dem geht das Forum Sozialmanagement im Rahmen des

21. Europäischen Verwaltungskongresses in Bremen nach.


Praktiker aus Politik, Verwaltung und von Trägern in Kommunen, Städten und Landkreisen spiegeln gelingende Praxis wider, zeigen aber auch Stolperfallen und Risiken.
Aspekte der Steuerung auf Landes- und Bundesebene werden gespiegelt.

Hier finden auch Einreden aus der Wissenschaft und Forschung ihren Platz.

Ein Forum für das Gespräch zwischen Praktiker/-innen in Politik und Verwaltung und Freien Trägern mit facettenreichen Beiträgen zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten in unser Gemeinwesen.